Informationen zum Projekt "Diyaprithi" - Partnerschaft mit Indien

Schon viele Jahre pflegt der Evang. Kirchenbezirk Schwäbisch Gmünd die Partnerschaft mit einer indischen Diözese. Seit 2010 unterstützt der Bezirk die Ausbildung von Krankenpflegeschülerinnen aus ärmsten Verhältnissen. Anliegen ist es, jährlich wenigstens 4.000 EUR an Privatspenden und Spenden aus Aktionen der Bezirksgemeinden zusammen zu bringen. Derzeit wird dadurch ermöglicht, dass 17 Krankenpflegeschülerinnen des Krankenhauses Karakonam in der Diözese Süd-Kerala am südlichsten Zipfel Indiens täglich versorgt werden und ihre Ausbildung machen können.

 

Geben Sie jungen Mädchen eine Zukunft!

Der Partnerschaftsausschuss ist in ständigem Kontakt mit dem Bischof der Diözese Süd-Kerala und mit der Leitung der Klinik in Karakonam.

Im Jahr 2010 wurde ein "Memorandum of understanding", also ein Partnerschaftsvertrag, unterzeichnet. Die deutsche Pfarrerin Julie Lipp-Nathaniel, die selber viele Jahre in Indien lebte, ist als Kontaktperson eine wichtige Garantin dafür, dass die Spenden ordentlich verwaltet werden.
Die bedürftigen Mädchen werden nach strengen Kriterien ausgewählt.

Helfen Sie mit einem Spendenbetrag auf das Konto der
Evang. Kirchenbezirkskasse Schwäbisch Gmünd
IBAN: DE63 6145 0050 0440 0114 15
BIC: OASPDE6AXXX
Stichwort: "Diyaprithi" oder "Indienprojekt"

 

Der Partnerschaftsausschuss

Zur Pflege der Partnerschaft hat die Kirchenbezirkssynode eigens einen hochkarätigen beschließenden Ausschuss eingesetzt. Dessen Mitglieder sind:

- Pfrin Dr. Vioa Schrenk (Vorsitzende)
- Dekan Immanuel J.A. Nau (Schriftführer)
- Pfrin Julie Lipp-Nathaniel (Kontaktperson)
- Pfr. Thomas Adam, Heubach
- Inge Heinz, Böbingen
- Andrea Krämer, Lorch-Rattenharz
- Bernd Liebold, Schwäbisch Gmünd
- Dr. Klaus Richter, Großdeinbach
- Christian Schürle, Mutlangen
- M.Ernst Wahl, Lorch-Waldhausen

Indiensonntag am 23. März

„Ökumene ist Pflicht. Sie gehört zum Wesen des Christseins. Wir sind zu einem guten, gegenseitigen Zusammenleben verpflichtet“, sagte Pfarrerin Julie Lipp-Nathaniel in ihrer Predigt zum Indiensonntag des Evangelischen Kirchenbezirks in Waldhausen. Dies betreffe nicht nur das Verhältnis der Evangelischen zur Katholischen Kirche, sondern das Miteinander aller christlichen Kirchen dieser Erde. Es gelte, die Möglichkeiten der „grenzüberschreitenden Gemeinschaft“ zu erkennen. Es gehe darum, statt Konfrontation den Dialog anzubieten und statt Abschottung nach Wegen zueinander zu suchen.

Mit dem indischen Gast Ajmal Manzil, einem jungen Muslim aus Calicut (Kerala), wurde beim Indiensonntag sogar der Weg zu einer interreligiösen Ökumene geöffnet. Er ist „industrial designer“ und arbeitet derzeit bei einer Designfirma in Ulm. Ajmal Mazil berichtete, dass im näheren Umfeld seines Heimathauses fünfzehn 15 Familien lebten. Neun gehörten der hinduistischen Religion an, drei Familien gehörten zum Islam und drei Familien seien christlich. Bei allen sei es selbstverständlich, dass sie an den religiösen Festen der anderen teilnähmen. Man lade sich gegenseitig ein und freue sich schon immer auf das nächste Fest.

Pfarrerin Julie Lipp-Nathaniel ist die Kontaktperson, die das Indienprojekt des Kirchenbezirks persönlich betreut. Erst vor Kurzem war sie in Karakonam und zeigte Fotos von den sechzehn Krankenpflegeschülerinnen, deren Ausbildung von Spenden aus den Gemeinden des Bezirks unterstützt wird. Jährlich sollten wenigstens 4.000 EUR aus Spenden zusammenkommen. Diesem Zweck galt auch der Erlös des Indiensonntags, der nun schon zum dritten Mal in Waldhausen stattfand. Die dortige Pfarrerin Dr. Viola Schrenk ist Vorsitzende des Indienpartnerschaftsausschusses des Kirchenbezirks.

Wer wollte hatte am Indiensonntag zudem noch die Gelegenheit einen Sari anzuprobieren, was dem Fest ein farbenfrohes Gepräge gab.

Fotos vom Indiensonntag

Pfrin Dr. Schrenk wirbt für die finanzielle Unterstützung von Krankenpflegeschülerinnen in Karakonam. Jährlich sollen 4.000 EUR an Spenden gesammelt werden. Einzelspenden, Opfer, Erlöse von Gemeindefesten, Anteile aus Basarerlösen  usw.

Pfrin Julie Lipp-Nathaniel interviewte und übersetzte den indischen Gast Ajmal Manzil aus Calicut (Kerala). Als Muslim erzählte er von den gelebten interreligiösen Beziehungen in seiner Heimat.

Die Anprobe von Saris gehörte zu den Attraktionen am Indiensonntag. Es war nicht einfach, den meterlangen Stoff sachgemäß am Körper anzulegen. Aber wie das Foto zeigt: es hat sich gelohnt.
Zu sehen sind: Irmingard Wolf, Sylvia Thiel, Friederike Wahl und Pfrin Dr. Viola Schrenk.